JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

5. Februar 2014

Silberstreif.

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Ich weiß nicht genau warum ich heute dieses Bild gemalt habe. Vielleicht weil die erste Bewerberin auf den „Gratis nivata Ausbildungsplatz“ eine Kunstherapeutin ist. Oder einfach, weil ich mit den Kindern Märchen lese und dann male.

Julian war mein Märchenprinz. Er hat mich aus einem Leben entführt, das ich so nicht mehr wollte und in das ich irgendwie eingesperrt war. Und auch danach hat er das immer wieder getan. Und so war er wirklich der Prinz auf seinem Pferd.

Und auch jetzt wünsche ich mir noch, dass er Wege findet, mich zu befreien. Und den Weg weiter ebnet, den er mir versprochen hat: in die Freiheit. Und so fühle ich mich immer noch wie in einem Turm, erwartungsvoll wartend.

Doch wenn ich an manchen Tagen mein Ohr in den Wind halte, höre ich dabei eine sanfte Stimme, die sagt: „Komm runter Schatz, ich umgebe Dich noch immer. Ich werde vorangehen oder hinter Dir, neben Dir laufen oder über Dir schweben. So wie Du es brauchst. Doch runterkommen: das musst Du selbst.“

18. Januar 2014

Der Gesang des Ganges.

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Dies ist eine wahre Geschichte. Ich habe sie noch nicht erzählt, weil ich sie selbst bis gestern Abend nicht so richtig glauben konnte.

Am 26.03.2013 als Julian überging, saß ein Mann in Rishikesh am Ganges. Er blickte in die Weite, in den Wind und stellte eine für ihn unabdingbare Frage, die sein weiteres Leben betraf. Er hatte dies schon öfter getan – doch dieses Mal kam eine ungewöhnlich klare und weiche Antwort, mit der er nicht gerechnet hatte. Von einer Stimme, die er nicht kannte, aber die ihm vertraut war.

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17. Januar 2014

In meinem Leben.

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„In meinem Leben
Bin ich oft geflogen
Bin ich tief gefallen
Und manchmal auch ertrunken
Ich hab gewonnen
Und ich hab verloren
Und ich bin gestorben
Und wieder neu geboren
(…)“

> Lied von Nena: „In meinem Leben“ (youtube)

02:22

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Lieber Julian,

am 17. Januar 1978 um 02:22 kam ich zur Welt. Am 17. Januar vor zwei Jahren um 02:22 kam Nayas erste Wehe. Du lagst neben mir. Angeschlossen an Deine parenterale Ernährung für die Nacht. „Gerlinde, Du mußt jetzt kommen.“ – Dein Anruf an unsere Hebamme. Eine halbe Stunde später war Gerlinde da. 2,5 Stunden später dann Naya. Bei Kerzenschein in unserem Bett über unserem Yogastudio, das wir mit soviel Liebe und Hoffnung aufgebaut haben. Die Ärzte hatten gesagt, dass Du ohne OP die Geburt Deiner Tochter nicht erleben würdest. Du hast sie erlebt.

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8. Januar 2014

Für immer.

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Ich habe meiner Mutter den Kindle Reader von Julian geschenkt. Heute hat sie mir erzählt, das dort auch unsere Geschichte „180 Grad“ gespeichert ist. Das wusste ich. Was ich aber nicht wusste war, dass er dort zwei Wörter markiert hat. Nur zwei Wörter. In dem ganzen Buch. Und zwar die Worte „Für immer.“

Er hat das Buch im Hospiz gelesen, als er eigentlich schon gar nicht mehr richtig lesen konnte. Einmal habe ich ihm daraus vorgelesen. Und wir haben gelacht. Die Entdeckung meiner Mutter heute hat mich wieder daran erinnert, dass ich, auch als er gesund war, sein Schweigen oft als Abwesenheit gedeutet habe und auf die Momente seiner erkennbaren Präsenz auf dieser Welt gewartet habe. Dabei war er immer da. Man musste einfach nur genau hinschauen.

Und das wünsche ich mir für diese Welt so sehr. Dass wir alle einfach ein bisschen mehr hinschauen. Und dann staunen, über das was wir sehen. Und so schaute ich heute auf diese zwei unterstrichenen Worte, die mir wie eine Botschaft aus einer anderen Welt waren. Und als ich am Rechner saß und über eine Zeichnung für den Blog nachdachte, wollte ich nur eins: 2 Elefanten.

6. Januar 2014

„Sunnymoon“, von Katharina Middendorf

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Katharina Middendorf im Gräfe & Unzer Verlag:
Sunnymoon-Yoga: Mit Sonnen- und Mondgruß zu innerer Balance
EUR 12,99

Den Sonnengruß kennt jeder, der sich mit Yoga beschäftigt hat. Der Mondgruß fristet dagegen bisher ein Schattendasein, obwohl er eine wunderbare Ergänzung zum Sonnengruß darstellt. Stärkt er doch den weiblichen, eher introvertierten und entspannten Teil in uns, während der Sonnengruß extrovertierte Qualitäten wie Zielstrebigkeit und Dynamik fördert. Das Buch regt dazu an, die Polarität von Sonnen- und Mondenergie in unserem Alltag, seien es nun Beruf oder Partnerschaft, zu leben. Meist definieren wir uns hauptsächlich über eine der Qualitäten und vernachlässigen die andere. Der Ratgeber unterstützt uns dabei, ganz zu werden, also beide Pole zu integrieren. Jede einzelne Position des Sonnen- und Mondgrußes wird ausführlich erklärt. Bei jeder Übung wird beschrieben, worauf der Leser dabei seinen Geist richten kann und welche Variationen bei körperlichen Beschwerden möglich sind. Die ganzseitigen, wunderschönen Übungsbilder machen das Buch darüber hinaus auch zu einem idealen Geschenk.

96 Seiten voller nivata Yoga. In diesem Buch wird der nivata Sonnen- und Mondgruß vorgestellt und so beschrieben, dass man diese beiden yogischen Symphonien nicht nur praktizieren, sondern vor allem auch spüren kann.

Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (3. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833834994
ISBN-13: 978-3833834998

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3. Januar 2014

Free Falling.

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2013: Als fiele ich abwechselnd durch Nichts, durch Luft, durch Feuer, durch Liebe.
Und 2014 der Wunsch in allem die Liebe zu sehen und den freien Fall als Offenbarung zu sehen, die man Leben nennen könnte.

11. Dezember 2013

Ein Sommerwinter.

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Passend zum Winter, warten Lea und Naya auf den Sommer. Sowie ich im Sommerurlaub gefragt wurde, wann wir endlich wieder Schneemänner bauen, so geht das Lied jetzt andersrum. Im Yoga nennt man das Raga und Dvesha: Das eine Wollen, das andere nicht. Soll den Menschen Leid bringen – mir bringt´s grad Farbe ins Leben, weil es mir zeigt, dass im Winter auch Sommer sein kann, wenn man es nur will.

21. November 2013

Neu: Die 100% Liebe Kollektion.

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Wenn es jemand außerhalb des Yoga-Kosmos weiß, dann bestimmt Nena: Liebe will nicht. Liebe kämpft nicht. Liebe wird nicht. Liebe ist.

Und zwar immer 100% – und immer in uns.

Als T-Shirt für Männer, Frauen und Kinder. Ab 20,90€.

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20. November 2013

heaven´s touch.

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Meine Freundin Nadin hat kurz nach Julians Tod ein Lied „eingesungen“ bekommen. Es kam einfach zu ihr. Als Sängerin und Songwriterin hat sie es nicht bei diesem Moment belassen, sondern ein Lied daraus gemacht, das das Thema Tod als liebevolle Umarmung besingt. Ich kann es leider noch nicht mit Euch teilen, aber hat es mich inspiriert zu zeichen, was das Lied mit mir macht: es umschließt mich sanft wie eine Umarmung und trägt mich mit sicheren Flügeln in sich.

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