Eben auf dem Spaziergang: „Zuckersüß die Kleine. Die würde ich glatt mitnehmen.“ Doch ehe ich der Dame Lea mitgeben konnte, war diese bereits in der nahegelegenen Bäckerei verschwunden, vermutlich um sich ein anderes, pflegeleichteres Sahneschnittchen zu besorgen… Besser so – denn wie jedes Sahneschnittchen hat es auch die zuckersüße Lea in sich – und zwar in Form von Dynamit-Kerzen. Und die gehen im Moment bei jeder kleinsten Gelegenheit hoch, z.B. wenn Mama zur gewünschten Zuckerbombe ausnahmsweise mal „Nein“ sagt …
7. April 2011
29. März 2011
Prinzessin Eisenherz.
Lea war beim Friseur. Und das aus gutem Grund: sie sah aus, als wäre sie in der Mauser. Statt Haare: Fransen, Flusen, Flaum. Elektrostatisch. Unkoordinierbar. Fisselig. Also ab zum Friseur. Und siehe da: mit jeder Feder die fiel, kam mehr volles Haar zum Vorschein. Partiell zumindest. Und so wurde schnippschnappschnupp aus einem ehemals gerupften Lea-Huhn ein Prinz Eisenherz mit Geheimratsecken…
18. März 2011
… no satisfaction …
Wenn Lea nicht bekommt was sie will, legt sie neuerdings eine bühnenreife Performance hin: Mit Anlauf wirft sie sich auf die Knie, rutscht den Flur entlang, bremst sich vor dem Spiegel aus, wirft Kopf und Arme nach hinten und reißt den Mund Jagger-Like auf und schreit. Und während sie da so wütet, schaut sie sich schreiend und ein wenig selbstverliebt im Spiegel an… Entweder wir haben jetzt ein Problemkind oder aber den endlich neuen, gebührenden und weiblichen Nachfolger von Mick Jagger…
14. März 2011
justadiary in der HIMBEER(e).
HIMBEER – Das Berliner Stadtmagazin für Leute mit Kindern mag justadiary.
Und wir, als Berliner Leute mit Kindern mögen das HIMBEER.
Hier geht´s zum Artikel…
8. März 2011
Rabenmama, Sonnenschein und krankes Küken.
Lea ist krank – was ich als Mutter ja eigentlich schlimm finde… Und doch habe ich es heute sehr genossen mit einer stillsitzenden Lea und einem Eis in der Hand durch die Sonne zu flanieren statt ein im Buggy stehendes Gladiatoren-Kind zu bändigen…. Aber spätestens heute Nacht, wenn sie alle 10 Minuten Mama ruft, werde ich wieder zur Vorbild-Mama und wünsche mir ein gesundes Kind …
24. Februar 2011
Lalelu…
„Du, heute bringe ich Lea ins Bett. Dann hast Du ein wenig Zeit für Dich.“ Das denkt sich dann auch Lea, wartet geduldig bis der Papa eingeschlafen ist und nimmt sich fröhlich ein Buch zur Hand. Und die Mama? Geht nach einer halbe Stunde Zeit für sich (Wäsche falten, aufräumen und Co.) skeptisch ins Kinderzimmer, weckt den Ehemann und bringt das Kind ins Bett … Wo genau ist da jetzt der Vorteil?
18. Februar 2011
Vorbildlich!
Lea quasselt mich abends im Bett gegen die Wand: Kindergarten-Freunde aufzählen, Laute ausprobieren, „Mehr“ verlangen, 100.000 Mal Mama rufen, 50.000 Mal nach Papa fragen, Hunde imitieren – und das alles im Loop: von vorne nach hinten und von hinten nach vorne…
„Unser Kind ist irgendwie verhaltensauffällig oder hat dieses ADS oder so…“
„Dann hast Du das aber auch.“
„Wie bitte?“
„Du quatscht mich abends im Bett auch immer voll. Wie der Tag war. Wie der Tag morgen wohl wird… Genau das gleiche! Und Dich schicke ich auch nicht zum Arzt!“
Und wieder Mal wird mir klar: Erziehung ist hauptsächlich Imitation. Diagnosen geben allem nur einen Namen. Und: Der Apfel fällt immer direkt neben den Stamm.
12. Februar 2011
Die Stimmungsschleuse.
Unsere Kita hat was ganz Tolles: So eine Art Fluxkompensator für miese Laune. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass sich Lea in der Kita entspannt auf dem Wickeltisch räkelt, während sie uns zuhause die Windel um die Ohren haut. Oder dass sie in der Kita wie die Enkelin von Herrn Knigge persönlich am Essenstisch sitzt, während sie uns zuhause wie die Nichte Napoleons Befehle erteilt. Oder dass sie in der Kita nach 2 sek. einschläft und erst nach 2 Stunden erwacht, während sie zuhause nach ermüdenden 2 Stunden für nur 2 sek schläft… Seitdem die Kindergärtner mir von meinem Halbtagsmusterkind erzählt haben, interessiert mich nur eine Frage: Wo kriegt man diese Stimmungsschleuse her und vor allem: wirkt die auch bei Erwachsenen?
9. Februar 2011
Wem´s schmeckt…
Hier ein Auszug aus Julians heutigem Einkaufszettel:
– Tomatenmark (2x)
– geschälte Tomaten (4x)
– 1 Fl. Ketchup
– getr. Tomaten
– Pizza Pomodoro (2x)
– Cherrytomaten
– Passata
Also, abwechslungsreiche Ernährung sieht da anders aus: nämlich deutlich abwechslungsreicher…
8. Februar 2011
Eltern müssen draußen bleiben…
Neuerdings ertappe ich mich immer öfter dabei, dass sich in meine Erziehungssprache Wörter wie „Platz!“, „Sitz! oder „Aus!“ einschleichen. Erst heute wieder, als Lea verbotenerweise durch die Supermarkt-Drehtür marschiert, höre ich mich sagen: „Hey, Lea! Bei Fuß!“ Bleibt zu hoffen, dass Lea das ganze überhört und nicht irgendwann anfängt an Bäume statt in die Windel zu pieseln… obwohl – dann wäre sie ja stubenrein … Upps!









