Entweder ist es der Gott der Kissen oder Lukes göttlicher Begleiter
auf seiner Reise durch die Welten.
Egal, was man sieht oder sehen möchte – eins ist sicher:
Luke ist nicht alleine.
23. November 2010
Stille Begleiter.
21. November 2010
Luke Akash and the thousand winds.
Luke Akash´s Body (*29.09.2010 +26.10.2010)
Luke Akash´s Soul (*ever since +never)
Do not stand at my grave and weep,
I am not there, I do not sleep.
I am in a thousand winds that blow,
I am the softly falling snow.
I am the gentle showers of rain,
I am the fields of ripening grain.
I am in the morning hush,
I am in the graceful rush
Of beautiful birds in circling flight,
I am the starshine of the night.
I am in the flowers that bloom,
I am in a quiet room.
I am in the birds that sing,
I am in each lovely thing.
Do not stand at my grave and cry,
I am not there. I do not die.
1932 by Mary Elizabeth Frye
11. November 2010
5 Sterne für, äh von Lea.
Lea´s Lieblingsrestaurant heisst „Alnatura Supermarkt“.
Wie ein Gourmettester sitzt sie im Einkaufswagen und weist mir gebieterisch den Weg. Und der geht so: Am Probierstand der Käsetheke verputzt sie ca. 200g Käsewürfel, um dann mit vollem Mund lauthals auf Probierstand Nummer 2 zu zeigen, wo sie sich Brot mit Erdnussbutter reinschaufelt. In Nullkommanix ist die Probierglocke leer und Lea sucht nach Probierstand Nummer 3, den wir dann beim Obst und Gemüse finden. Ananas findet sie glücklicherweise doof, was mir eine Verschnaufpause vor den kritisch-guckenden Alnatura Verkäuferinnen verschafft. Als wir kurz darauf durch die Süßigkeiten Abteilung rollen, rudert Lea schon von weitem auf Probierstand Nummer 4 zu: den Schokowaffelblättern. Weil es aber am Stand zieht, packt Lea kurzerhand 2 Waffeln in die linke und 4 in die rechte Hand und zeigt zum Ausgang. Jawoll! An der Kasse fragt mich die Verkäuferin: „Haben sie abgewogen?“ Kurz denke ich geschockt, dass Lea gemeint ist … bis die Verkäuferin auf die Zucchini zeigt. Puh!
9. November 2010
don camillo und peppone
Gestern, als Julian und ich Bilder von Luke angeschaut haben, meinte Julian: „Irgendwie sah der Kleine aus wie ein alter Mönch … oder ein italienischer Mafioso …“ Und dann denke ich an Don Camillo und Peppone und finde, dass das ja auch gar nicht so weit auseinanderliegt…
7. November 2010
Eine Frage der Zeit.
Im Moment fühlt es sich so an, als liefe mein Leben in doppelter Geschwindigkeit. Vorgestern war ich mit Luke schwanger, gestern war ich mit ihm im Wochenbett und heute ist er weg… Das Leben läuft so brutalschnell, dass selbst der sonst ach so fixe Kopf nicht hinterher kommt. So nehme ich z.B. am S-Bahnhof automatisch den Fahrstuhl, was sich irgendwie vertraut aber komisch anfühlt. Erst in der S-Bahn, wenn mir niemand einen Sitzplatz anbietet, wird mir klar, dass ich ja weder ein Baby in meinem Bauch noch vor meinem Bauch trage… Doch der „Ach ja – Effekt“ hält nicht lange – denn wenn ich Lichterfelde West aussteige nehme ich beinahe wieder den Fahrstuhl …
Der Yoga Rowdy
Eigentlich ist für die 1,5jährige Lea der Yoga-Raum ja tabu. Aber im Moment ist wegen Lukes Tod alles anders und daher irgendwie auch alles erlaubt …
28. Oktober 2010
Der Weg des Luke Akash.
Luke ist auf die Erde geschossen wie ein Komet. Ganz bestimmt und voller Freude.
Hier hat er in kürzester Zeit all seine Botschaften überbracht. In Frieden, Liebe und Hingabe.
„Er war wie ein Hauch“, hat meine Mutter gestern gesagt.
„Er hat mich geheilt“, spüre ich.
„Da! Da!“, ruft Lea, wenn wir ihr ein Foto von ihrem Bruder zeigen.
„Er kommt wieder“, flüstert sein Vater.
Lukes Reise geht nun woanders weiter. Am Sonntag, 31.10.2010 um 16Uhr möchten wir ihn zusammen mit Euch verabschieden. Ihr könnt zu uns kommen, um mit ihm und mit uns zu sein. Ihr könnt zuhause eine Kerze anzünden, an ihn denken, wie immer Ihr Euch gerne verabschieden möchtet.
Wir werden für ihn und mit ihm singen, beten, lachen, weinen, was immer da ist. Wenn Ihr das Bedürfnis habt, etwas mitzubringen, etwas zu sagen, vorzulesen, mit den anderen zu teilen, was auch immer es sein mag – der Raum ist da.
In tiefster Verbundenheit,
Julian, Katharina und Lea
4. Oktober 2010
Luke Akash Middendorf.
Am 29.09.2010, kurz vor Mitternacht, fand unser Sohn Luke Akash entschlossen und mit hingebungsvoller Leichtigkeit seinen Weg in die Welt.
Wie seine Schwester Lea Abhaya trägt er die Initialen L.A.M. – das Mantra des Mooladhara Chakras, das Stabilität und Gewissheit verleiht.
Und diese fundamentale Stärke wird Luke Akash in zwei Wochen durch seine Herz-Operation tragen und ihn zum zweiten Mal das Licht der Welt erblicken lassen.
Akash heißt Himmel – eine Weite, die man spürt, sobald man in seiner Nähe ist.
In Liebe,
Julian, Katharina und Lea Abhaya Middendorf
P.S. Trotz Sanskrit und yogischer Anlehnung, es lässt sich nicht verleugnen, ich bin und bleibe ein Fernseh-Kind und Julian ein Ex-Schauspieler: Luke und Lea – möge die Macht mit Euch sein …
17. September 2010
Eins wie keins.
Bei meiner ersten Schwangerschaft in Indien habe ich immer gedacht: „Ich bin die Frau mit dem einen Kleid.“ Zumindest bis wir ein zweites gefunden hatten, dass ich aufgrund von Hitze und Rundungen ertragen konnte zu tragen. Es war genau das gleiche wie das Eine nur in einer anderen Farbe. Deswegen kam ich mir eigentlich weiterhin vor, wie die Frau mit dem einen Kleid. Trotz zwei.
Jetzt, wieder schwanger, aber in Berlin, bin ich die Frau mit der einen Hose. Zuerst eine sexy Schwangeren-Jeans, dann mit wachsendem Bauch eine weniger sexy Leggins und jetzt, kurz vor der Geburt, eine das s-Wort nicht mal mehr in der Verneinung würdige Jogginghose.
Doch dieser Rhythmus des Einswiekeins wird in knapp 3 Wochen durchbrochen, wenn es dann heißt: Die Frau mit den zwei Kindern …
9. September 2010
Ökoeltern Teil 4: „Unser Kind – der blaue Engel.“
Das Kind ökolgisch und spirituell korrekter Eltern verhält sich auf dem Spielplatz eigentlich so:
a) selbstlos teilt es sein Spielzeug wo es nur kann
b) sein Spielzeug besteht aus Gras, Sand, Holz
c) in sich ruhend summt es vor sich hin
Doch trotz 9 Monate Yoga, vegetarischer Ernährung und Fernsehabstinenz während der Schwangerschaft, sieht es da bei unserer Tochter Lea ein wenig anders aus:
a) statt mit anderen zu teilen, nimmt sie lieber allen alles weg
b) statt mit braunen Stöcken spielt sie lieber mit pinken Plastik Eistüten
c) statt babyesk rumzusäuseln grölt sie den ganzen Spielplatz zusammen
Glaubt man dem Sprichwort mit dem Apfel und dem Stamm, dann kann man sich das Ganze nur so erklären:
a) das ist nur eine Phase
b) das ist nur eine Phase
c) das ist nur eine Phase
Om, Shanti.





