JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

8. September 2010

Unser Kind schläft durch …

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Nach zwei komplett ruhigen Nächten dachte ich schon: „Yes, wir haben es geschafft.“ Zufrieden lege ich also heute morgen die Ratgeber alà „Yippie, mein Kind kann schlafen.“ bzw. „Scheiße, mein Kind schläft nicht.“ demonstrativ beiseite und strahle Julian mit wachen, großen Augen an: „Ab jetzt macht nur noch der Kajal dunkle Augen.“ Doch seine Euphorie hält sich in Grenzen – also frage ich nach: „Bist Du jetzt nicht happy, dass die Kleine durchschläft?“ „Doch, aber das kann auch damit zusammenhängen, dass ich die letzten Nächte das Babyfon nicht angemacht habe …“

Na dann … Schlafen, gute Nacht!

25. August 2010

Leon.

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Gestern am Märchenbrunnen:

Lea, ganz in pink und rosa und mit Blümchen gekleidet, fällt hin – weint.

Zwei Parkbank-Omis, ganz im Stil der Muppet-Show Opas kommentieren:

Die eine: „Jetzt hat er sich aber weh getan…“

Die andere nickt (was die eine aber nicht sieht, weil sie starr nach vorn zur schreienden Lea schaut).

Die eine – nun lauter: „Jetzt hat er sich aber wirklich weh getan.“

Die andere nickt erneut – wieder unbemerkt.

Die eine: „Jetzt sag doch mal, der hat sich doch jetzt richtig weh getan.“

Die andere nickt wieder und sagt: „Ich glaube, Er ist ein Mädchen.“

Die eine: „Quatsch.“

Statt zu nicken zuckt die andere diesmal die Achseln.

Die eine: „Das sieht doch ein blinder mit Krückstock, dass das ein Junge ist.“

Da ich Angst habe, dass die eine gleich die andere mit ihrem Krückstock verprügelt, schalte ich mich ein:

„Ja, das ist ein Mädchen.“

Die andere: „Siehste.“

Die eine: „Ja, wer soll denn da drauf kommen, wenn ER noch keine Haare hat…“

Die andere und ich schweigen, denn schließlich wissen wir beide, wer hier den Krückstock hat….

8. Juli 2010

Das Kind im Manne …

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Jedesmal wenn wir die Tür zum Kinderabteil aufschieben, erwartet uns das gleiche Bild: Ein dicklicher, älterer Mann sitzt bräsig neben den von uns reservierten Plätzen und blickt uns mürrisch entgegen.

Zweifel kommen in uns auf, ob dies wirklich das Kinderabteil ist – aber Klettergerüst und Wickeltisch lassen keinen Zweifel.

Im Laufe der Fahrt, während Julian die stinkende und stänkernde Lea wickelt, überlege ich was denn ein alleinstehender Mann so im Kinderabteil treibt.

Und gestern auf der Fahrt nach Leipzig hatte ich endlich die Lösung  – und zwar just in dem Moment als der Mann mit einem Pils in der Hand zurück ins Abteil kommt:

Die Kinderabteile sind direkt neben der BordBar. Und der Weg zum Tresen damit sehr kurz. Tja, das Kind im Manne mag eben gerne Komfort … Prost.

25. Mai 2010

Baby TV.

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Ökoeltern Teil 3: „Unser Kind schaut kein Fernehen!“

Außer: Das Baby will auch um 21.30Uhr noch nicht schlafen und wir haben nur noch 30 Minuten Zeit den Film aus dem I-tunes Store zu schauen, bevor die 24 Stunden Frist ausläuft. Da machen selbst Ökoeltern schon mal eine Ausnahme … Und das Baby große Augen …

21. Mai 2010

Der Duke!

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13. Mai 2010

Die neuen Kevins.

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Als ich Lea vorgestern das erste Mal in die Kita ins ostberlinerische Weißensee brachte, hatte ich Kevins und Chantals erwartet. Doch während der zu Westdeutschland konvertierte Prenzlauer Berg immer noch reihenweise Pauls und Lenas hervorbringt, ist man in Weißensee einen Schritt weiter: Aus Kevin und Chantal wurden Titian, Kassandra und James. Womit sich der Osten Deutschlands nun nicht mehr am bunten Amerika und hochnäsigen Europa orientiert, sondern dem alten Rom, dem antiken Griechenland und dem British Empire alle Ehre macht. Und um uns angemessen gut zu assimilieren -oder wie das in der Integrationspolitik so schön heißt- nennen wird Lea ab heute Abhaya.

28. Januar 2010

Babytrends im Babyland.

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Spazieren im Prenzlauer Berg ist wie Slalom. Hier weicht man zwar keinen Hundehaufen aus – das wäre Friedrichshain, sondern carvt stattdessen um anrollende und querstehende Kinderwagen.
Was für die meisten jetzt nach Horror klingt, war für mich als junge Mutter der wahrgewordene Traum – eben noch alleine in der Hitze-Hölle Rajasthan, jetzt im überlaufenen Gleichgesinnten-Himmel. Doch der Schein trügt: es gibt hier zwar unglaublich viele Kinder, aber wenig gleichgesinnte Eltern. Während teure Kids-Entertainment-Gruppen mit abenteuerlichen Namen wie Pekip, Bobath, etc. boomen, sind einfache Krabbelgruppen, wo die Kleinen einfach so aneinander rumgrabbeln, wohl verblasster Hippie-Traum…
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21. Dezember 2009

Babyfunk am Pregnancy Hill.

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22. November 2009

Öko-Impfen.

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Die Öko-Eltern sind zurück. Das Stoffwindel-Desaster ist längst vergessen und die ökologisch-korrekten Vorsätze wieder da. Diesmal geht es ums Impfen. Ein heisses Thema mit noch erhitzteren Gemütern: „Wenn Ihr nicht impft, lebt Ihr nur im Schutze der Geimpften…“. Während ich mich noch als angehender Sozialschmarotzer durch den Verantwortungsdschungel kämpfe, kommt von Julian: „Eigentlich impfen wir doch längst. Schliesslich fahren wir BVG. Das ist Abhärtung genug.“

Als wir kurz darauf in einen übel-riechenden U-Bahn Fahrstuhl steigen, knüpft Julian an seine neue Leidenschaft, der Öko-Medizin an: „Und wenn wir jetzt auch noch öfter BVG-Fahrstuhl fahren, brauchen wir selbst für Indien keine Impfung mehr…“.

28. September 2009

Ganz schön gebeutelt.

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