JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

6. August 2009

… wenn das Gras den Löffel abgibt …

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Redewendungen sind schon per se schöne Bilder der deutschen Sprache –
am schönsten jedoch dann, wenn sie beim Reden ihre ganz eigene Wendung nehmen.

Wie bei Ninette:
„Der hat schon vor einiger Zeit in den Löffel gebissen, äh … das Gras abgegeben … oder so …“

loeffel_gras.jpg

Wenn Du auch eine Drehewendung machst oder hörst, dann bitte her damit.
Denn schliesslich ist geteiltes Leid doppelte Freude.

An: katharina.middendorf@gmail.com

4. August 2009

Der indische Hahn …

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… …kräht uns wie der deutsche auch, morgens um sieben aus der Ruh.
Nur macht er nicht Kikeriki sondern Muh – kein Wunder, es ist ja auch ne Kuh.

muuuhhhh.mp3

29. Juli 2009

Das Logik-Gen.

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Wieso knoten Inder Stromleitungen an Bäumen fest, lassen Gepäck auf Autodächern unbefestigt, kurbeln bei laufender Air Condition die Autofenster runter, wundern sich, wenn der jährliche Monsun Holzbrücken wegspült, bieten im Restaurant zwar frischen Mangosaft und Lassis an, aber kein Mangolassi und last but not least, warum hupen sie auch wenn weit und breit niemand zu sehen ist?

Nach langem Grübeln scheine ich die Antwort auf diese Absurditäten gefunden zu haben: Den Indern fehlt das Logik-Gen. Logisch, oder?

23. Juli 2009

Chez Julien.

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Heute: Abwechslungsreiche Küche in Indien.

„Schon wieder Möhren?“
„Ja, aber heute habe ich sie anders geschnitten.“

Na dann: Bon Appetit!

13. Juli 2009

Die Ökoeltern.

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„Unser Kind wird nur Stoffwindeln tragen. Schliesslich läuft auch kein Erwachsener freiwillig in Plastikunterhosen rum, oder?“ Zum Zeitpunkt dieses Öko-Plädoyers pinkelte die Kleine allerdings noch fröhlich in den sich selbstreinigenden Fruchtwasserkosmos.

Kurz nach Babys Ankunft auf dem Planeten Erde jedoch, löste sich dieser politisch und vor allem ökologisch korrekte Anfangsplan in Windeleile in Luft auf. Denn wie bitteschön kriegt man curryfarbene Kacke aus weißen T-Shirts? Vor allem wenn auf der indischen Waschmaschine zwar 90 Grad draufsteht aber maximal 45 erreicht werden? Und wie kriegt man ein tropfnasses Babybündel innerhalb von 2 Millisekunden vom Wohnzimmer auf den Wickeltisch? Vor allem, wenn der Wickeltisch nur aus einer wasserabweisenden Mini-Matte besteht, die man immer erst ausrollen muss? Und zwar auf dem mit weißen Laken bezogenen Bett. Wo wir dann wieder beim Thema mit der 90 Grad Wäsche wären…

Auf all diese Fragen gibt es auch für uns Ökoeltern nur eine passende Antwort: PAMPERS. Also verbanne ich kleinlaut die süßen Raw-Cotton Windelchen in die zweite Reihe unseres Kleiderschranks, während Julian die Supermarktregale um ihre gesamte Hyper-Dyper-Plastic-Elastic-Windelpalette erleichtert.

Na, sauber!

7. Juli 2009

Der Monsoon kommt soon …

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… das hören ja wir jetzt schon ziemlich lange. Eigentlich schon seit Anfang Juni. Immer wenn der Himmel leicht bedeckt ist oder ein paar Regentropfen fallen heisst es gleich: „Now, it is coming.“ Fragt man dann am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel nochmal nach… „Yes, yes, it is coming. Next days.“ Mittlerweile sind schon viele next days vergangen … doch der diesjährige Monsoon lässt bis jetzt alle Propheten ganz schön im Regen stehen.

2. Juli 2009

Das Kristallkind.

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Laut Kundalini-Prophezeiungen sind die Kinder dieser Generation Kristallkinder. Transparente Wesen, die uns in ein neues Zeitalter führen.

Kristallkinder soso … was ich bisher immer spirituell verstanden habe, wird mir nun auf praktische Art und Weise glasklar: diese Kinder schreien so laut, dass kein Yogiteeglas vor ihnen sicher ist.

Na dann: Auf mit Gebrüll in eine kristallklare, weil glasfreie Ära.

23. Juni 2009

Home. Hospital. Hotel.

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Was ist schon eine Hausgeburt in Indien, wenn man auch in einem Hotel zur Welt kommen kann? Das dachte sich zumindest die kleine Lea Abhaya:

„Zuhause ist es mir definitiv zu laut. Hochzeit ist ja schön, aber bitte nicht nebenan. Und nicht für 7 Tage. Und außerdem kann ich Konkurrenz-Events jetzt auch nicht gebrauchen.
Im Krankenhaus offeriert man mir lediglich einen Kaiserschnitt. Was für mich als Prinzessin standesgemäß natürlich nicht in Frage kommt. Hmmh, was dann? Ah, wie wärs mit Hotelbirth. Fängt auch mit H an und scheint recht komfortabel: immer frische Bettlaken, Badewanne, Klimaanlage … ja, das klingt gut. Also schnell einchecken. Denn dann komme ich am 16.06.2009 zur Welt, habe als Lebenskarte die Liebenden und meine Fruchtwasserblase platzt zusammen mit dem monsunbehangenen Himmel. Ja, das ist der richtige Geburtsmythos für ein Nomadenkind wie mich.“

Und so hinterließ der kleine Dickschädel seinen unverwechselbaren Footprint.
Um 03:13. Im Hiltop Palace Hotel. Zimmer 413.

lea_abhaya_footprint.jpg

14. Juni 2009

The Indian way.

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Neumond ist vorüber, Vollmond auch, die tollen Daten wie 06.06.2009 ebenfalls, der vorausgesagte Termin sowieso, der Rückflug der Hebamme verstrichen, die Oma unverrichteter Dinge wieder abgereist … und was macht das Kleine? Süppelt das ganze Fruchtwasser leer und sorgt -zwischen den Wehen- mit seinen Schluckauf-Attacken für fröhliche Bauchjumps …

Aber schliesslich hat das Kleine die meiste Zeit seines Lebens in Indien verbracht und sich hier augenscheinlich einiges abgeschaut. Zum Beispiel, dass gut Ding Weile haben will.

Also auf in die nächste 24 Stunden Wehen-Warterunde …

2. Juni 2009

Join Hands/Sisarma Village

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just watch here:

http://www.youtube.com/nivatagrace

P.S. Warum ich so watschel? Weil ich vor mir einen Basketball inkl. kleinem Lebewesen hertrage, das nun schon seit 40 Wochen Vollpension und kostenlosen Shuttlesevice genießt …

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