JUST A DIARY Katharina Middendorf’s Blog

28. November 2010

Der Foodchoser!

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26. November 2010

Das Trauerbarometer.

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Manchmal kommt es mir so vor, als würde man Trauer messen wollen: Wer die meisten Tränen vergießt, ist am traurigsten. Und wer am längsten die meisten Tränen vergießt, der hat das Trauerspiel gewonnen.

Aber Trauer ist mehr als Tränen vergießen. Trauer ist ein farbenfroher, unendlicher Prozess: sie will leben und gelebt werden, mit allem was dazugehört: lachen, schreien, schweigen, tanzen …

Und ja, manchmal auch weinen …

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25. November 2010

Dicke Freundschaft.

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Heute hat mir meine Freundin unter Tränen erzählt, dass sie schwanger ist.

Sie hat es aus Freundschaft die ganze Zeit für sich behalten, damit ich nicht traurig bin. Sie war für mich da, hat Einkäufe erledigt, ist durch die ganze Stadt gefahren, hat mich gestärkt – obwohl ihr die ganze Zeit schlecht war. Sie hat aus Freundschaft Rücksicht genommen und die ersten 3 Monate ihrer Schwangerschaft nicht in dem Maße genießen können, wie es ihr zusteht.

Jetzt wünsche ich mir von Herzen, dass sie, statt sich zu verstecken, ihr Glück mit mir teilt. Und mich beim nächsten Mal, wenn wir uns sehen, mit einem dicken Bauch, einem dicken Grinsen und einem dicken Hallo begrüßt.

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23. November 2010

Stille Begleiter.

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Entweder ist es der Gott der Kissen oder Lukes göttlicher Begleiter
auf seiner Reise durch die Welten.
Egal, was man sieht oder sehen möchte – eins ist sicher:
Luke ist nicht alleine.

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21. November 2010

Luke Akash and the thousand winds.

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Luke Akash´s Body (*29.09.2010 +26.10.2010)
Luke Akash´s Soul (*ever since +never)

Do not stand at my grave and weep,
I am not there, I do not sleep.
I am in a thousand winds that blow,
I am the softly falling snow.
I am the gentle showers of rain,
I am the fields of ripening grain.
I am in the morning hush,
I am in the graceful rush
Of beautiful birds in circling flight,
I am the starshine of the night.
I am in the flowers that bloom,
I am in a quiet room.
I am in the birds that sing,
I am in each lovely thing.
Do not stand at my grave and cry,
I am not there. I do not die.

1932 by Mary Elizabeth Frye

20. November 2010

Eiskalt erwischt …

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18. November 2010

Mut zur Wut.

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Mein medizinstudierter, buddhistischer und total unkonventioneller therapeutischer Gesprächspartner gibt mir nach jeder Sitzung einen Zettel mit einem einzigen Satz – sozusagen als Mantra für die nächste Woche. Heute war es: „Fuck you!“ Da mich diese Worte als leider wohlerzogenes Kind, äh Erwachsener leicht schockieren, dichte ich mein Mantra einfach um: Mut zur Wut. Und das tut schon beim Schreiben richtig gut! Also aufgepasst und Kopf eingezogen – der Yoga-Rowdy hat Verstärkung bekommen

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Kalter Kaffee …

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Coffee-to-go war in Indien -lange vor der Starbucks-Ära- bekannt … Doch rannte der indische Mitropa-Junge früher noch mit den Worten „Coffee, Chai, Coffee, Coffee, Chai … durch den Zug, hört man ihn heute markenbegeistert „Nescoffee, Chai, Nescoffeecoffee … rufen. Bleibt zu hoffen, dass die westliche Markenlawine nicht noch von der westlichen Geschmacksflut überrollt wird und wir bei unserem nächsten Indienbesuch „Cappuccino, Chai, Espresso, Chai, Latte Macchiato, Chai …“ im indischen Zugabteil serviert bekommen.

17. November 2010

Wunder geschehen, Teil 2

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Wunder geschehen, Teil 1

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Wunder passieren gar nicht so selten. Eigentlich kommen sie wunderbar oft vor, nur dass man sie verwunderlicherweise als selbstverständlich hinnimmt:
Zum Beispiel, dass Luke überhaupt zu uns gekommen ist: Mitten im Januar, dem dunkelsten Monat. In einer Wohnung direkt an der Greifswalderstraße, der Autobahn vom Prenzlauerberg. Nur 6 Monate nach Leas Geburt, während ich noch stillte. In einer Zeit, in der wir nicht wussten warum wir da waren wo wir waren, ob wir dort bleiben würden und wo es denn sonst hingehen könnte. An diesem Tiefpunkt wurde ich schwanger. Ein bisschen bekloppt – und: ein Wunder. Das weiß ich aber erst seit der Zeit mit Luke auf der Intensivstation, wo ich jede Sekunde auf ein Wunder gewartet habe, das scheinbar nicht eintreffen wollte. Jetzt sehe ich, dass ich nicht vergeblich auf ein Wunder gewartet habe, sondern dass das eigentliche Wunder ja bloß schon geschehen war.

Und meine neue spirituelle Lehrerin Nena gibt mir da schon seit den 80ern recht:

lalala… Wunder geschehen
ich hab`s gesehen
es gibt so vieles was wir nicht verstehen
Wunder geschehen
ich war dabei
wir dürfen nicht nur 
alles glauben was wir sehen

lalala…

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