4. Dezember 2010
Prinzipienreiten…
3. Dezember 2010
Ikea – brodelst Du noch oder schreist Du schon?
Wir wollen bei Ikea nur mal eben Weihnachtsschmuck kaufen…
Also schnell in der Markthalle – was wie wir schnell feststellen, leider nicht geht. Denn da dürfen wir nur hin, wenn wir erst artig mit der Rolltreppe nach oben in die Möbelausstellung fahren, um dort einmal sinnlos im Kreis zu laufen, bis wir dann da, wo wir losgelaufen sind, die versteckte Treppe finden, die uns nach unten zum Weihnachtsschmuck führt…
Nach getaner Shoppingarbeit wollen wir dann müde und hungrig ins Restaurant. Das befindet sich aber leider oben. Nur sind wir ja jetzt gerade unten. Also wieder zur Rolltreppe. Hier will man uns aber nur ohne Einkäufe hochlassen. Die Tüten könnten wir ausnahmsweise in der Warenannahme lassen, die sich wohlgemerkt in der hinterletzten Ecke befindet…
Also Taschen abgeben und dann zurück zum Eingang, um mit dem Aufzug hoch ins Restaurant zu fahren …
Nach den Schwedenhappen gehts nicht weniger spanisch weiter: den Aufzug vom Hinweg dürfen wir beim Rückweg leider nicht mehr benutzen, da der ja zum Eingang und nicht zum Ausgang führt, sondern müssen stattdessen einen anderen nehmen, der uns dann wieder in die Markthalle befördert…
Endlich am Ausgang, wünschen uns gelb-gekleidete Frauen mit schwedisch antrainiertem Akzent ein frohes Weihnachtsfest.
Da frage ich mich dann schon, ob denen bei „Knut“ einmal zuviel ein Weihnachtsbaum auf den Kopf gefallen ist…
1. Dezember 2010
Vollgas.
Früher in meinem Angestellten-Dasein war jobtechnisch nix in Balance. Entweder Leerlauf oder Full-Speed. Damals dachte ich, wenn ich mal mein eigenes Ding mache, kann ich das besser ausgleichen. Stimmt auch – denn jetzt gibt es nur noch Vollgas… Aber zum Glück habe ich keine Zeit, einen Gang zurückzuschalten, um zu überlegen, ob das nun gut oder schlecht ist…
30. November 2010
Perfekte Welt.
Lukes Welt ist anders als die normale Welt. Denn Luke betrachtet die Dinge statt mit den Augen mit dem Herzen. Und so ist für ihn dann alles perfekt, wenn alles einfach so ist wie es ist, z.B. Kakaotassen ohne Henkel.
26. November 2010
Das Trauerbarometer.
Manchmal kommt es mir so vor, als würde man Trauer messen wollen: Wer die meisten Tränen vergießt, ist am traurigsten. Und wer am längsten die meisten Tränen vergießt, der hat das Trauerspiel gewonnen.
Aber Trauer ist mehr als Tränen vergießen. Trauer ist ein farbenfroher, unendlicher Prozess: sie will leben und gelebt werden, mit allem was dazugehört: lachen, schreien, schweigen, tanzen …
Und ja, manchmal auch weinen …
25. November 2010
Dicke Freundschaft.
Heute hat mir meine Freundin unter Tränen erzählt, dass sie schwanger ist.
Sie hat es aus Freundschaft die ganze Zeit für sich behalten, damit ich nicht traurig bin. Sie war für mich da, hat Einkäufe erledigt, ist durch die ganze Stadt gefahren, hat mich gestärkt – obwohl ihr die ganze Zeit schlecht war. Sie hat aus Freundschaft Rücksicht genommen und die ersten 3 Monate ihrer Schwangerschaft nicht in dem Maße genießen können, wie es ihr zusteht.
Jetzt wünsche ich mir von Herzen, dass sie, statt sich zu verstecken, ihr Glück mit mir teilt. Und mich beim nächsten Mal, wenn wir uns sehen, mit einem dicken Bauch, einem dicken Grinsen und einem dicken Hallo begrüßt.
20. November 2010
18. November 2010
Mut zur Wut.
Mein medizinstudierter, buddhistischer und total unkonventioneller therapeutischer Gesprächspartner gibt mir nach jeder Sitzung einen Zettel mit einem einzigen Satz – sozusagen als Mantra für die nächste Woche. Heute war es: „Fuck you!“ Da mich diese Worte als leider wohlerzogenes Kind, äh Erwachsener leicht schockieren, dichte ich mein Mantra einfach um: Mut zur Wut. Und das tut schon beim Schreiben richtig gut! Also aufgepasst und Kopf eingezogen – der Yoga-Rowdy hat Verstärkung bekommen
17. November 2010
Wunder geschehen, Teil 1
Wunder passieren gar nicht so selten. Eigentlich kommen sie wunderbar oft vor, nur dass man sie verwunderlicherweise als selbstverständlich hinnimmt:
Zum Beispiel, dass Luke überhaupt zu uns gekommen ist: Mitten im Januar, dem dunkelsten Monat. In einer Wohnung direkt an der Greifswalderstraße, der Autobahn vom Prenzlauerberg. Nur 6 Monate nach Leas Geburt, während ich noch stillte. In einer Zeit, in der wir nicht wussten warum wir da waren wo wir waren, ob wir dort bleiben würden und wo es denn sonst hingehen könnte. An diesem Tiefpunkt wurde ich schwanger. Ein bisschen bekloppt – und: ein Wunder. Das weiß ich aber erst seit der Zeit mit Luke auf der Intensivstation, wo ich jede Sekunde auf ein Wunder gewartet habe, das scheinbar nicht eintreffen wollte. Jetzt sehe ich, dass ich nicht vergeblich auf ein Wunder gewartet habe, sondern dass das eigentliche Wunder ja bloß schon geschehen war.
Und meine neue spirituelle Lehrerin Nena gibt mir da schon seit den 80ern recht:
lalala… Wunder geschehen
ich hab`s gesehen
es gibt so vieles was wir nicht verstehen
Wunder geschehen
ich war dabei
wir dürfen nicht nur
alles glauben was wir sehen
lalala…






