© Anne Hooss, aha-projects

Welchen Unterschied machen Yoga & Meditation in meinem Leben?

Wegen körperlicher Beschwerden bin ich damals (2002) über eine Empfehlung zum Yoga gekommen. Nach einer kurzen Begegnung mit Power Yoga wuchs in mir der tiefe Wunsch herauszufinden was Yoga „wirklich“ ist und woher Yoga kommt. So bin ich zu meiner  ersten“ richtigen“ traditionellen Yogastunde gegangen. Praktiziert wurden sehr viele mir unbekannte Übungen: OM Gesänge, Atemübungen und Asanas die gehalten werdenIch hatte überhaupt keine Lust auf Esoterik und auch das Mantragesinge und andere yogaspezifische Rituale haben mich, „die Sportwissenschaftlerin“, anfangs abgeschreckt.Aber in der Yogastellung Pflug wurde ich eines „Besseren belehrt: „mein“ Yoga begann: mir wurde bewusst wie unbeweglich ich bin TROTZ meiner Sportlichkeit! Ich kam mit den Füssen nicht hinter den Kopf und beim Herausrollen hatte ich Schmerzen und ein Ziehen wie noch nie, mein Gedanke: Bandscheibenvorfall?

Ich konnte danach kaum in Rückenlage liegen, geschweige denn atmen. Die Yogalehrerin meinte ganz entspannt –„atme - atme dort hin wo noch Anspannungen sind“ – ich gab mein Bestes: und dann  kam sie tatsächlich: die Entspannung - wie noch nie in meinem Leben . In diesem Moment habe ich all das in einem Moment gefunden was ich in allen aktiven Sportarten über Jahre gesucht hatte – Einheit: mit meinem Körper, meinen Gedanken – MIT MIR! Den tieferen Sinn und die Schönheit dieser Praxis habe ich erst verstanden, als es yogamäßig um mich geschehen war – was für ein Glück! Yoga hat nicht nur meinen körperlichen Beschwerden sehr gut geholfen, sondern ich durfte über diesen Weg die Erfahrung machen, dass es noch mehr als diesen Körper gibt.

Bis zur Schwangerschaft 2012 mit meinem ersten Kind habe ich täglich das volle Yogiprogramm absolviert: Meditieren, Singen, Körperübungen … tja, und auf einmal hat dieses exklusive Yogi-Dasein nicht mehr funktioniert, weil sich der Körper, die eigenen Bedürfnisse, der „Zeitvorrat“ und vieles andere durch schließlich drei Schwangerschaften und die Mutterschaft kolossal verändert haben. Mein Beckenboden war quasi im Eimer, und der gesamte Zyklus geriet aus den Fugen. So musste ich eigentlich alles, was ich über Spiritualität – auch auf der Körperebene – erfahren habe, über Bord werfen, weil es bei mir nicht mehr funktioniert hat. Ich MUSSTE einen neuen Ansatz finden oder den Beruf wechseln! Neue Wege begleiten mich immer wieder seit Yoga in meinem Leben ist

Corinne Anandaprema Hebeler

Nicht nur als Mutter, sondern auch als Geschäftsfrau hat mich die Erfahrung, dass Spiritualität unbedingt in den Alltag integrierbar sein mussund viel mehr ist als nur Yogaübungen, motiviert und mir nochmal komplett neue Wege eröffnet. Und genau dieses  Wissen  auf spiritueller Ebene, aus sportwissenschaftlicher Sicht und als Yoga-Lehrerin möchte ich anderen Menschen, vor allem Frauen vermitteln und mit ihnen teilen.

Heute bin ich glücklich, es gewagt zu haben, aus den bewährten Gerüst meiner Ausbildungen und meiner Denkansätze ausgebrochen zu sein. Immer wieder - Auf dieser Basis kann ich  meine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse  weiterentwickeln und kann sie immer wieder  weitergeben.