Yoga-Blockade:
Yogalehrer*innen-Ausbildung im vollen Gang
und irgendwie ist alles zuviel?

Diese Tipps helfen dir über Hindernisse hinweg!


©Lena Fingerle & Ganesha, der Vertreiber von Hindernissen

Die Erfahrung als Ausbilderin und allen voran das Feedback von Schüler*innen und Schülern der Yogalehrer*innen-Ausbildungen zeigt ein verbreitetes Phänomen: Es ist nicht immer ein Zuckerschlecken und manchmal möchte man die Brocken einfach hinschmeißen. Gründe dafür sind z.B. Vorwürfe an sich selbst, dass man zwischen den Modulen so wenig ins Praktizieren kommt, Ärger über die Ausbilder, die sich nun anders verhalten als sie sich im Internet präsentiert haben, Angst, das Pensum nicht zu schaffen, Wut darüber, dass man sich nach bestandenen Prüfungen wie Abi und ähnlichem wieder in einer Situationen des inneren Drucks befindet, die man doch eigentlich meiden wollte. Egal welche Gedanken es sind, so verschieden sie sind, die meisten beschreiben das als eine regelrechte „Yoga-Blockade“. Was kann man machen?

1. Auf der ersten Stufe stehenbleiben!

Lass einen ersten Gedanken wie: „Man, ich komme überhaupt nicht zum üben. Alle anderen sind da bestimmt besser. Ich schaffe das nie.“ zu. Ja, das ist richtig. Zulassen! Denn diese ersten Gedanken sind meisten sehr pur und verbinden dich mit dem Gefühl von Traurigkeit, Wut, Angst. Bleib da! Und beobachte jeden neuen Gedanken, der sich anschliessen will. Denn diese zweiten, dritten und vierten Gedanken, das sind die eigentlichen Blocker. Man ärgert sich über sich selbst. Und wenn das einmal angefangen hat, dann ist es viel schwerer da wieder rauszukommen, als in dem ersten Gefühl zu bleiben. Wenn dir das zu abstrakt ist, dann suche dir ein Lied aus, das zu deiner Stimmung passt. Bist du z.B. wütend, dann höre „Rolling in the deep“ von Adele und tanz dir die Seele aus dem Leib. Suhle dich in deinem ersten Gefühl!

2. Der Spirale den Hahn abdrehen! 

Was tun, wenn man reinrutscht in den Gedankenterror, der bis in alle Poren reicht: „Das hat doch alles eh keinen Sinn!“ Dann heißt es rückwärtslaufen…. Mach einen Klesha-Check. 1. Was lehne ich gerade ab? 2. Was will ich gerade unbedingt haben? 3. Habe ich das Gefühl, dass ich nur dann jemand oder etwas bin? 4. Kann ich sicher sein, dass der Gedanke stimmt?

Und wenn dir das in der Yoga-Blockade, in der du dich befindest, zu yogisch ist, dann gucke dir Videos auf YouTube von Byron Katie an! Die, wo sie mit Menschen arbeitet! Das macht Spaß und bringt dich ganz von selbst wieder auf die Schliche.

3. Turn up the Volume!

Wenn alles nix mehr hilft, dann hilft noch die Flucht nach vorne! Werde zum Schwarzmaler. Aber mit Detailliebe. Beschäftige Deinen Kopf mit allen Details Deines „Versagens“ und gehe in dieses schwarze Zimmer, das voll ist von diesen Glaubenssätzen. Und ich verspreche dir, der Moment da rauszuwollen wird kommen! Du musst das nur richtig schön auskosten da drinnen. Und dann stehe auf, gehe raus, knall die Türe zu. Fertig.

4. Go soft!

Was sich sehr bewährt hat, sind folgende pragmatische Tipps: 1. Rufe Leute aus der Ausbildung an. Teile dich mit. Macht eine kleine Selbsthilfegruppe! 2. Mach etwas mit niedrigem Schwellenwert. Höre eine Yoga CD oder schaue einen Yogafilm. Das sind kleine Brücken zurück ins Yoga! 3. Mache das Yama & Niyama Spiel: Ziehe einen der 10 Begriffe und praktiziere das einen Tag lang oder so lange du magst. Dann bist du im Yoga ohne etwas an deinem äußeren Leben ändern zu müssen. Das funktioniert überall.

5. Zurückkehren!

Fällt man für einen kurzen Moment aus der Meditation kann man sich sagen: Es waren nur ein paar Augenblicke. Ich bin wieder da. Fällt man für 5 Minuten aus der Meditation kann man sagen: Es waren nur 5 Minuten. Fällt man für eine halbe Stunde aus der Meditation kann man sich sagen: Es war nur eine halbe Stunde. Fällt man für 3 Monate aus der Meditation kann man sich sagen: Es waren nur 3 Monate. Das gleiche geht für Yoga! Probiers aus! Es war nur eine gefühlte halbe Ewigkeit. Ich bin wieder da!

6. Weniger ist manchmal mehr

Du schaffst nicht 6 Tage die Woche 90 Minuten Yoga zu üben? Von außen wirkt es so als hätten alle anderen Zeit, um sich den ganzen Tag damit zu beschäftigen? Haben sie nicht. Ihr sitzt alle im gleichen Boot. Dann fang eben mit 10-minuten 1x wöchentlich an und schau wohin es dich führt...mach die gleiche Sequenz immer und immer wieder - so kannst du darin abschalten (vom Gedanken-Wusel) und langsam deine Praxis zurückerobern.

Supervision

Individuelle Sprechstunde


Und wenn alle Stricke reißen und nichts hilft, dann ist vielleicht eine Supervision keine schlechte Idee. Egal in welcher Ausbildung du dich gerade befindest, Katharina Middendorf berät seit Jahren Auszubildende wie Lehrer*innen mit ihren ganz eigenen Fragen.

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