© Markus Werner

Was ich in der Adventszeit anders mache!

„Früher war alles besser“: Das denke oder seufze ich erschreckenderweise immer öfter und meine damit nicht nur offene Restaurants, einfach so ins Konzert gehen, kleine, individuelle Geschäfte, verbindliches Verabredungsverhalten oder gedruckte Zeitungen. Zur Weihnachtszeit gab es außerdem Großartiges im Fernsehen: Die tollen Kinderserien im ZDF, darunter „Timm Thaler“, „Silas“, „Madita“, „Jack Holborn und „Patrik Pacard“. Auf dem elterlichen Cordsofa abhängen, Plätzchen futtern und anderen Kindern beim Bewältigen unfassbarer, werbefreier Abenteuer zusehen, war für mich ganzheitliche Entspannung – lange, bevor ich je mit Yoga in Berührung kam.

Und seit diese Filme jederzeit verfügbar sind (manches ist heute besser als früher!), freut sich meine Tochter, dass ich in der Adventszeit die TV-Beschränkungen deutlich lockere, um mit ihr auf die Suche nach einem verlorenen Lachen zu gehen oder auf einem Dreimaster zur See zu fahren. Was mir vor allem auffällt: Im Gegensatz zu heutigen Produktionen sind die Weihnachtsserien aus den 1980ern deutlich langsamer. Irgendwie sorgfältiger. Um das geht es ja schließlich im Advent: Entschleunigung. Und auch Cordsofas sind ja wieder ganz modern...

Christina Raftery

Rückblickend war es sicher (…) auch ihre Yogapraxis, die YOGA JOURNAL-Autorin Christina Raftery vor elf Jahren dazu bewog, ihren festen Job in der Filmbranche zu kündigen und sich als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Yoga und Bewusstes Leben selbständig zu machen. Die begleitenden Schreckensszenarien von Auftragsdürre und leerem Kühlschrank haben sich eher ins Gegenteil verkehrt. Und die neue Welt, die sich ihr damals öffnete, hat sich bis heute nicht geschlossen – auch wenn sie manchmal durchaus schwer gestresst über vollkommene Entspannung schreibt...