Was ich in der Adventszeit anders mache!

In der Adventszeit lade ich ganz viel Freude ein. Für mich macht Freude am meisten Spaß, wenn ich sie teilen kann. Mit meinen Kindern, meiner Familie, mit Freunden - aber auch mit Fremden. 

Eine Spielart Freude zu empfinden, ist die Mitfreude oder auch Anerkennung. Im Buddhismus nennt man das Muditá und Muditá gilt als eine der vier götttlichen Verweilzustände. Es geht darum, dass man sich selbst mit anderen Wesen für ihr erlangtes Wohlbefinden, für ihren Erfolg, für ihre Schätze, für ihre Ausstrahlung, für was auch immer freut. Daneben hat das kleine Pflänzchen Neid mit seiner muffigen Ausstrahlung keine Chance mehr. Habt ihr das schon einmal versucht? Euch von ganzem Herzen für jemanden mitfreuen und diese Person das dann auch wissen zu lassen?

Probiert es und seid mutig!

Nehmt euch zum Anfang doch einen Tag vor. Warum nicht gleich diesen Tag, heute. Eure Aufgabe ist es, eine Person zu finden, mit der ihr euch ehrlich über ihr Wohlbefinden mitfreut. Ich mache mir oft den Spass und nehme eine wildfremde Person, zum Beispiel im Supermarkt. 

Picture this:

Ihr bemerkt beim Einkaufen eine ältere Dame die sich sichtlich Mühe mit ihrer Kleidung gegeben hat. Traut euch, sprecht sie an und sagt es ihr. Z.Bsp.: „Ich möchte ihnen nur sagen, wie gut die Farbe ihres Schals zu ihrem schönen Mantel passt.“ Lasst Euch überraschen, was passiert. Auf mich ist noch kein Senior mit einem Schirm losgegangen – im Gegenteil. Oft gibt es erst einen erstaunten, überraschten Moment und dann ein großes, warmes Lächeln, das beiden Seiten Freude schenkt. In Zeiten hinter der Maske findet ihr dieses Lächeln übrigens in den Augen eures Gegenübers wieder ;-) 

Alexandra Kleinheinrich

Alexandra Kleinheinrich ist Autorin und Yogalehrerin. Sie liebt Menschen und die Kraft von Geschichten. Nach einer ereignisreichen Zeit im Journalismus, bei der sie ein Spektrum von deutschen Kriegsverbrechern bis hin zu heiligen Persönlichkeiten wie dem Dalai Lama und Sadhguru interviewen durfte, lernte sie das Handwerk des Drehbuchschreibens, was zu Fernseh- und Kinofilmen führte. Bis heute beseelt es sie in die Rolle eines aufmerksamen Beobachters zu schlüpfen und Geschichten zu erzählen. Auch im Yoga sieht sie Geschichten, die ihr die Körper ihrer Schüler erzählen. Alexandra unterrichtet seit zehn Jahren, erst acht Jahre bei Spirit Yoga. Seit Eröffnung hat sie mit ihrer Spezialisierug – Somatic Yoga nach Tias Little- in der nivata Yogaschule in Zehlendorf eine neue Heimat gefunden. Beliebt sind ihre Themenreihen „Dialog mit dem Körper“ und mittlerweile ist sie mit Somatic Yoga in der Lehrerausbildung vom Yogateam Berlin – Irina und Valentin Alex dabei – und freut sich sehr.