Was ich in der Adventszeit anders mache!

Ein Weihnachtslied aus Haiti sagt: "Wenn einer dem anderen Liebe schenkt, wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird, wenn Herzen zufrieden und glücklich sind, steigt Gott herab vom Himmel und bringt das Licht: Dann ist Weihnachten." 

Wenn ich an die Erkenntnis der indischen Yogis denke, dass wir in der höchsten Wahrheit alle miteinander verbunden und eins sind, finde ich, wir könnten die Weihnachtszeit dazu nutzen, uns wieder selbst in allem zu entdecken. Indem wir unsere "Nächsten" suchen und liebevoll beschenken, spüren wir intuitiv diese Einheit mit jedem.

Indem wir uns an Weihnachten die Zeit nehmen, ruhig zu werden und einer Kerze beim Brennen zuzusehen oder die Wolken am Himmel zu beobachten, spüren wir die Vergänglichkeit der Welt und gleichermaßen, die Ewigkeit unserer Selbst. Das ist es, was Jesus meinte, als er sagte: "Ich und mein Vater sind eins – du bist in mir und ich bin in dir."

Dann wird Weihnachten in uns lebendig; dann ist es nicht nur eine Gewohnheit, der wir hektisch folgen. Oder wie es Kurt Tucholsky sagte: "Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern."  Wenn wir es schaffen, uns selber im Anderen zu erkennen, zu verzeihen und zu tolerieren, haben wir echtes Weihnachten erreicht.

Meditation über Jesus von Nazareth

Visualisiere das Gesicht von Jesus, so wie du es am liebsten sehen würdest. Vertiefe dich in sein Wesen, in seine Art zu leben und in seine Liebe allen Menschen gegenüber. Stelle dir vor, Jesus, der 40 Tage in der Wüste gefastet hat, steht vor dir und legt dir seine Hand auf den Kopf. Dabei spricht er: "Ich bin in dir und du bist in mir. Das Leben wurde dir geschenkt, es zu genießen und zu teilen. Was du der Schöpfung an Gutem schenkst, schenkst du deinem Schöpfer. Dieser wird dich dafür so belohnen, wie du es nie erwartet hättest." Spüre die Weisheit und Liebe von Jesus mehr und mehr in dein Wesen eindringen und dunkle Felder deiner Existenz mit Licht und Liebe ersetzten. Spüre nun, wie sich dein inneres Licht ausdehnt und die Menschen deiner Nachbarschaft erreicht. Erweitere den Kreis deiner Liebe und schließe alle mit ein. Alle die du kennst oder nicht kennst, alle, die du magst oder auch nicht. Die Liebe, von der Jesus spricht, ist auch in dir. Je mehr du davon gibst, je mehr wird dir zuteil.

Ich selber hatte eine Vision von Jesus Christus in der Meditations-Höhle von Franziskus in Asissi. Jesus erschien mir direkt, nachdem ich die Augen geschlossen hatte, und er sah absolut lebendig und überglücklich aus. Er kam auf mich zu und lachte mich aus vollem Herzen an. Dann wandte er sein Gesicht gen Himmel und ein gleißendes Licht strahlte aus seinem Gesicht. Seit diesem Moment ist Jesus für mich nicht mehr der Leidende am Kreuz, sondern der glücklichste Mensch seiner Zeit. Das war der Grund, warum er seine ersten Jünger faszinierte und warum er bis heute so wichtig ist. Er war glücklich und er lachte gerne. Er sprach von der Einheit des Lebens und gab Leitlinien und Gleichnisse vor, wie wir die Täuschung ablegen und das ewige Leben in der Wahrheit finden können. Jesus Christus wurde an Weihnachten geboren. Seine außergewöhnliche Lebensfreude kann auch in uns erwachen. Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst und verinnerliche den Geist der Weihnacht. Jesus würde vor Freude gleich noch einmal über das Wasser laufen, nur für dich. OM Shanti – Frohe Festtage

Stefan Datt

Stefan Datt ist selbständiger Physiotherapeut und Atlas-Techniker in Charlottenburg und unterrichtet seit 25 Jahren Yoga, Meditation und Yogalehrer-Ausbildungen. 

www.physio-charlottenburg.de
www.atlaskorrektur-berlin.de
www.yoga-berlin.de
www.stefan-datt.de