© Markus Röhlecke

Welchen Unterschied machen Yoga & Meditation in meinem Leben?

Die erste Frucht der Meditation ist bei mir, Gedanken und Emotionen stärker als „Umgebung“ von mir zu empfinden und auch im Alltag zentrierter in meinem Wesen zu ruhen. Die zweite Frucht der Meditation ist achtsamer wahrzunehmen, dass diese „Umgebung“ mich gerade in ihren schwierigen Aspekten trotzdem immer wieder einholt. Die dritte Frucht ist, dagegen jeden Widerstand fallen zu lassen und mich so anzunehmen und zu lieben, wie ich bin. Die vierte Frucht ist eine größere Fähigkeit, alle Menschen, mit denen ich zu tun habe, ebenso anzunehmen und zu lieben wie sie sind – sitzen wir doch alle in gemeinsamen Boot unserer heiklen Persönlichkeiten und brauchen viel Mitgefühl für uns selbst und für die anderen.

Mein Tipp für die Praxis: In eine lange, tiefe Atmung kommen und mit jeder Ausatmung den inneren Blick schräg nach oben in die Weite richten und darin für einige Momente bis in die Pause nach dem Ausatem hinein verweilen – als würde man in den unendlichen nächtlichen Sternenhimmel schauen.

Andreas Klaus

Andreas Klaus ist Lektor und arbeitet seit vielen Jahren im Bereich „Bewusst leben“ beim Droemer Knaur Verlag, insbesondere für den spirituell ausgerichteten O. W. Barth Verlag. Er meditiert seit 30 Jahren und ist im Moment in einer Ausbildung in Pranayama und Meditation bei Dr. Shrikrishna.