Welchen Unterschied machen Yoga & Meditation in meinem Leben?

Mein Sohn ist krank, ich bleibe bei ihm und versuche ich meine Arbeit im „Homeoffice“ zu erledigen. Ich bin frustriert: mein Sohn quengelt, dass ich mehr mit ihm spielen soll, und meine Arbeit bekomme ich auch nicht geschafft.

In solchen Momenten erinnere ich mich an meine Yogapraxis. Sie hilft mir, mich nicht als Opfer dieser „unglücklichen Situation“ zu sehen. Sie erinnert mich, dass ich die „Zügel meines Lebens“ in meinen Händen halte. Ich kann zwar nicht ändern, wie es ist. Aber ich kann ändern, wie ich damit umgehe. Anstatt mich über meine unglückliche Situation zu beschweren, richte ich meinen Blick darauf, dass ich meinen Sohn von Herzen liebe und meine Arbeit als Yogalehrer ebenfalls! Ich habe mich bewusst für beides entschieden und würde niemals Eins gegen das Andere eintauschen wollen!

Plötzlich ist es kein Problem mehr, dass Familie und Beruf in meinem Leben um Aufmerksamkeit ringen. Es gehört zu dem Leben dazu, für das ich mich entschieden habe, und ich nehme die Situation mit vollem Herzen als Herausforderung an.

Wenn ich diese Haltung dann wieder vergegenwärtige, verändert sich oft auch das Außen. Mein Sohn spürt, dass er kein Problem ist und reagiert verständnisvoller. Und meine beruflichen Entscheidungen kriegen eine andere Klarheit und nehmen weniger Zeit in Anspruch.

Alexander Kröker

Alexander Kröker ist Yogalehrer, und -Ausbilder, diplomierter Kulturpädagoge sowie Gründer und Inhaber des Berliner Yogastudios Element Yoga. Bei Element Yoga widmet er sich vorrangig der Yogalehrer Ausbildung.