{"id":136,"date":"2008-07-24T10:17:09","date_gmt":"2008-07-24T04:47:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.justadiary.com\/2008\/08\/01\/mumbai-moments-ii\/"},"modified":"2010-11-17T09:47:47","modified_gmt":"2010-11-17T09:47:47","slug":"mumbai-moments-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.justadiary.com\/2008\/07\/24\/mumbai-moments-ii\/","title":{"rendered":"Mumbai Moments II"},"content":{"rendered":"<p><strong>Welcome Mumbai<\/strong><\/p>\n<p>Nach 45 Stunden, 2000 Kilometern und mindestens 198 Zwischenstopps in der indischen Pampa erreicht unser Bummelzug Mumbai CST &#8230;<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Es ist 5Uhr. Der Bahnhof ist recht leer. Hier und da liegen ein paar schlafende Inder auf dem Boden. Auf dem Vorplatz hingegen ist von M\u00fcdigkeit keine Spur. Hier dr\u00e4ngeln sich die Riksha-Taxen dicht aneinander. Die Fahrer st\u00fcrmen auf uns zu. Jeder will uns ins Hotel fahren. Wir lassen uns von der allgemeinen Hektik nicht aus der Ruhe bringen. 3 Monate Kerala waren eine gute Schule! Ganz entspannt suchen wir uns einen Fahrer aus und lassen unser Taschen einladen. Die Gep\u00e4ck-Jungs wollen 500 Rupie (zum Vergleich: im Durchschnitt verdient man in Mumbai ca. 100 Rupie am Tag). Wir lachen kurz und geben den zwei Jungs 100. W\u00e4hrend die sich noch lauthals beschweren, rollt unsere Riskha bereits Richtung Hotelsuche.<\/p>\n<p>Das Asha &#8211; unser Hotel. Mitten in Mumbai. Am Rande des Wahnsinns. Trotz technischem Low-Budget-Standard ist das Asha eine regelrechte Kommunikationszentrale. Hier funktioniert alles \u00fcber Klingel und Telefon: Bei Hunger w\u00e4hlt man hier die 555. Eine Sekunden nachdem wir unsere Bestellung durchgegeben und aufgelegt haben, klingelt auch schon unser Telefon. Eine unsichere Jungenstimme wiederholt unsere Bestellung. 5 Minuten sp\u00e4ter klingelt einer der Asha-Boys an der T\u00fcr, um uns mitzuteilen, was es alles nicht gibt. Dann klingelt wieder das Telefon, um die \u00c4nderungen zu best\u00e4tigen. In der n\u00e4chsten halben Stunde steht die Klingel nicht still. Jedes Gericht wird einzelnd gebracht. Jedesmal wenn wir die T\u00fcr \u00f6ffnen, steht ein andere Asha-Boy mit einem neuen Gericht vor der T\u00fcr. Zuguterletzt klingelt es zum Finale: Die Rechnung wird feierlich \u00fcberreicht. Dazu erscheinen alle am Essensprozess beteilligten Asha-Jungs.<\/p>\n<p><strong>Big City Life<\/strong><\/p>\n<p>05.00Uhr: Wir sind hellwach. Die Sonne geht erst in einer Stunde auf. Das wollen wir sehen. 10 Minuten und 20 Rupie sp\u00e4ter sind wir am Marine Drive. An der Strandpromenade von Mumbai.<\/p>\n<p>11.00Uhr. Wir haben Hunger. Und zwar schon seit etwa 3 Stunden. Leider wacht die Stadt erst jetzt allm\u00e4hlich auf. Doch f\u00fcr SWATI Snacks, einem Tip aus dem Wallpaper Mumbai, hat sich das Warten gelohnt. Continental Food. Das tut gut.<\/p>\n<p>13.00Uhr. Wir wollen Wellness. Den Provinzstaub von Kerala und den Gro\u00dfstadtdreck von Mumbai abwaschen. Am Kemps Korner finden wir einen guten Friseur, ein Wax-Studio und M.A.C. Kosmetik. Nun f\u00fchle ich mich sogar in meinen dreckigen Jeans wie Carrie Bradshaw in Manolo Blaniks.<\/p>\n<p>15.00Uhr. Wir genie\u00dfen den Konsum-Glamour. Im nahegelegenen Bookshop gibt es neben anspruchsvoller Bellestristik jede Menge Hochglanzmagazine und im integrierten Coffeeshop Cappuccino, Diet Coke und sonstigen LowFat HighTaste St\u00e4dter-Schnickschnack.<\/p>\n<p>18.00Uhr. Wir haben immer noch nicht genug gesehen. Unsere Konsum-Batterien wollen noch weiter aufgeladen werden. Filmstadt Mumbai. Bollywood-Hochburg. Wir entscheiden uns trotzdem f\u00fcr Hollywood und Batman im Regal-Kino.<\/p>\n<p>21.00Uhr. Wir sind m\u00fcde. Unsere Asha-Jungs erwarten uns schon. W\u00e4hrend wir fertig auf dem Bett sitzen, fegen und wischen sie durch unser Zimmer, verspr\u00fchen mit einem Riesen-Zerst\u00e4uber Raumduft und bringen uns Wasser. Wir f\u00fchlen uns wie Pashas im Asha.<\/p>\n<p><strong>Goodbye Gro\u00dfstadt<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt ist der Monsun doch noch eingetroffen und erweist uns die letzte Ehre. &#8222;Durch den Monsun&#8220; fahren wir zum Flughafen. Gl\u00fccklich, den Gro\u00dfstadtwahnsinn hinter uns zu lassen, erreichen wir Terminal 1. Ein Kingfisher-Mitarbeiter empf\u00e4ngt uns, schaut kurz auf unsere Tickets und schickt uns zum Terminal 2. Zu diesem Zeitpunkt ist unser Taxifahrer leider schon weg und wir stehen im Regen. Denn der \u00dcbergang von 1 zu 2 ist nicht \u00fcberdacht. Was die Riksha-Fahrer freut: Wir zahlen f\u00fcr 20 Meter soviel wie f\u00fcr eine zweist\u00fcndige Stadtrundfahrt durch Mumbai. Aber gut. Wir erreichen trocken Terminal 2. Am Check-In weist man uns freundlich darauf hin, dass wir von Terminal 1 fliegen. Also wieder zur\u00fcck. Das in Terminal 2 vorschriftsm\u00e4\u00dfig gescannte Gep\u00e4ck wird in Terminal 1 noch mal gescreent. Und hier gelten pl\u00f6tzlich andere Regeln: kurzzeitig sind elektronische Ger\u00e4te im Handgep\u00e4ck verboten. Nach 10 Minuten Diskussion geht das dann aber doch und wir erreichen Gate 6.<br \/>\nAls wir beim n\u00e4chtlichen Zwischenstopp in Dehli f\u00e4lschlicherweise vom Terminal B zum Terminal A geschickt werden, wundert uns nichts mehr. Gelassen trotten wir zur\u00fcck zu Terminal B.<br \/>\nUm 5.00Uhr ist es dann soweit: wir entfliegen der Gro\u00dfstadt. Und als wir eine Stunde sp\u00e4ter im Himalaya landen schweben wir auf Wolke sieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welcome Mumbai Nach 45 Stunden, 2000 Kilometern und mindestens 198 Zwischenstopps in der indischen Pampa erreicht unser Bummelzug Mumbai CST &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=136"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/136\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.justadiary.com\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}