Manipura-Chakra

Das Nabelchakra


Die Bedeutung von Manipura in seiner Übersetzung aus dem Sanskrit lautet: Stadt der Juwelen. Schon der Name verweist also auf die Strahlkraft dieses Chakras. Denn was glänzt neben der Sonne selbst schon mehr als ein Juwel?

Steckbrief

• Name: Manipura Chakra
• Andere Bezeichnung: Nabelchakra
• Bedeutung: Stadt der Juwelen
• Qualitäten: Vitalität, Selbstbewusstsein,Tatkraft
• Schattenseiten: Dominanz, Despotismus, Übereifer
• Element: Feuer
• Chakrentier: Widder
• Geometrische Form: Dreieck
• Farbe: leuchtendes Gelb
• Lotusblätter: 10
• Sitz: Mitte der Lendenwirbelsäule • Aktivierungspunkt: Bauchnabel
• Sinn, Sinnesorgan: Sehen, Auge

Die Übung

Agnisar Kriya


Und so geht´s

Setz dich in den Fersensitz. Wenn möglich bewege die Knie maximal nach Außen und lege dir einen Decke unter den Damm, damit dieser schön im Kontakt mit der "Erde" ist. Stütze dich mit den Händen auf den Beinen auf - dabei können die Finger nach Außen zeigen. Atme ein und dann atme komplett aus. Du kannst dabei die Zunge rausstrecken, das hilft auch oft, dass die ganze Luft besser entweichen kann. Wenn du kokmplett ausgeatmet hast, dann lehne dich nach vorn, lass die Arme gestreckt. Bring das Kinn zum Brustbein und ziehen die Schulter dabei leicht nach oben. Richte den Blick auf den Bauch und bewege den Bauch in der gehaltenen Ausatmung rhythmisch rein und raus. Wenn du merkst, dass der Impuls zum einatmen kommt, hebe zunächst das Kinn an, richte dich auf und atme dann erst ein. Pumpe etwa 10-25 Mal und wiederhole das ganze 3-5 Runden. 

Vorbereitung
Als Vorbereitung oder auch als Ersatz, wenn Agnisar Kriya zu anstrengend ist oder du dich unsicher damit fühlst, ist die Hechelatmung. Dazu sitzt du genauso wie für Agnisar Kriya, lehnst dich leicht nach vorne und streckst die Zuge raus. Schau nach unten vorne und beginne, wie ein Hund zu hecheln. Der Atem fließt dabei ganz natürlich. Du kannst beobachten, wie sich der Bauch ganz wie von alleine rhythmisch raus und rein bewegt. Du kannst den Blick auch auf den Bauch richten. 

Tipp
Es kann helfen, den Bauch frei zu machen, um diesen gut sehen zu können. Einfach das T-Shirt hochkrempeln und den Blick auf den Bauchnabel und die Bewegung richten. 

Vorsicht
In der Schwangerschaft nicht ausführen, auch nicht bei Magen-Darm-Infekten oder Erkraknungen oder nach frischen OPs im Bauchraum, ebenso bei hohem Blutdruck.

Aroma-Öl

dōTERRA Bergamot®


Wirkung

Dieser frische, zitronige Duft hat eine geniale Doppelwirkung: er beruhigt und belebt gleichermaßen!  Er kann gut bei emotionalem Stress und negativen Überzeugungen eingesetzt werden, um wieder mit Tatkraft und Vitalität voran zu gehen. 

Tipp

Verdünnt mit etwas Kokosnussöl kann es auch um den Bauchnabel herum aufgetragen werden, denn er wirkt auch krampflösend und Verdauungsanregend.

Affirmation

“Ich bin in meiner Kraft.“

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Motivation

Erinnere dich an deine Kraft!


Hanuman, der Affengott, ist die Ausgeburt von Kraft. Er wird in Yogakreisen oft sogar als Fitness-Gott gehandelt. Er ist muskulös und voller Schaffensdrang, keine Frage, aber was ihn ausmacht, ist die Erfahrung, einmal in seinem Leben seiner Kräfte beraubt worden zu sein und diese wiedergefunden zu haben. In dem Buch "Götter-Yoga" hat Ralf diese Geschichte wunderbar erzählt, so dass wir uns keine schönere Motivation vorstellen können, als dieser Erzählung zu lauschen:

"Der kleine Hanuman freute sich: Wie schön die goldgelbe Mango dort im Baum leuchtete! er tat einen Sprung in richtung Baumwipfel, um sie zu pflücken. Die Schwerkraft konnte ihm nichts anhaben – schließ-

lich war er nicht nur ein Affe, sondern auch der Sohn des Windes. Die Mango bekam er trotzdem nicht zu fassen. »Sie ist gar nicht im Baum, sondern dort oben im Himmel!«, wunderte er sich. Und mit gewaltigem Schwung flog er weiter hinauf. Doch ehe er sich’s versah, tat es einen lau- ten Knall, denn er war geradewegs zur Sonne geflogen und dort mit dem Streitwagen indras, des Königs der Götter, zusammengeprallt. Der ärgerte sich sehr über die Beule in seinem prunkvollen Gefährt und überlegte, wie er den ungestümen Hanuman bestrafen könnte. Schließlich spach er einen fluch aus: »Das Kind soll all seine besonderen Kräfte verlieren!«

Doch ein weiser Seher hilt dies für unklug: »Aus gutem Grund ist Hanu- man mit diesen Gaben auf die Welt gekommen. Deshalb sollte er ihrer nicht ganz beraubt werden.« Also milderte er indras fluch: »Wenn die Zeit kommt, da er sie braucht, soll er sich wieder daran erinnern!«

So gingen die Jahre ins Land. Aus dem jungen Kraftpaket wurde ein rück- sichtsvoller Teenager, der als junger erwachsener sogar Karriere in der Affenarmee machte – bis er eines Tages auf seine Bestimmung traf. er be-

gegnete König rama und seinem Bruder Lakshman, die auf der Suche nach ramas entführter Gemahlin Sita waren. Hanuman versprach, ihnen zu helfen. Doch Sita wurde auf der insel Lanka gefangen gehalten. Was konnte ein einfacher Affe tun, um über das Meer zu gelangen?

Da hörte er eine Stimme flüstern: »Hanuman, Sohn des Windes, erinnere dich!« Und endlich fühlte er wieder seine innere Kraft. er holte tief Luft. er machte sich riesengroß. Mit einem gewaltigen Sprung setzte er über das Meer. er landete auf der insel und machte sich entschlossen auf die Suche.

im Palast des bösen Dämonen ravana fand er Sita. Sogleich flog er zu- rück, um rama und Lakshman zu holen, damit rama seine geliebte frau wieder in die Arme schließen konnte. eine heftige Schlacht entbrannte zwischen ravanas Armee und ramas freunden. Schließlich siegten die rechtschaffenen. Doch ihre freude wurde getrübt durch die Angst um Lakshman, der von einem Pfeil getroffen worden war und im Sterben lag. »ich vermag ihm nicht zu helfen«, sagte der eilends herbeigerufene Arzt. »er braucht das heilende Sanjivani-Kraut. Doch das wächst nur im Hima- laya – drei Tage von hier. Morgen früh wird er nicht mehr am Leben sein.« rama war in Tränen aufgelöst. Doch er wusste um die Kraft Hanumans. »Kannst du das Heilkraut bis Sonnenaufgang holen?«, fragte er diesen. »ich werde zurückkommen, bevor er einmal mit dem Auge blinzelt«, ant- wortete Hanuman bestimmt. Und er eilte in die Berge, in den Norden.

»Was für eine Pflanze war es doch gleich?«, fragte er sich allerdings, als er dort ankam, denn alles stand in voller Blütenpracht. »ich will einfach den ganzen Berg mitnehmen. Soll sich der Arzt doch heraussuchen, was er braucht.« Also hob er den ganzen Berg auf seine Hand und flog wie der Wind zurück, um ramas Bruder zu retten."

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